BSW kritisiert geringe Teilnahme an Schul-Reanimationsprogramm

Die BSW-Landtagsfraktion in Sachsen hat die zu geringe Beteiligung von Schulen am Reanimationsprogramm ‚Herzsicher in der Schule‘ kritisiert. Das teilte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Janina Pfau am Freitag in Dresden mit.

Sie reagierte damit auf eine Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage.

Demnach haben im Zeitraum von 2024 bis 2026 nur 57 Schulen in Sachsen an der Initiative teilgenommen und wurden mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED) ausgestattet. Insgesamt hätten seit 2017 zwar 392 Schulen Fortbildungsangebote zur Reanimation genutzt, die aktuelle Initiative biete aber auch die kostenlose Bereitstellung der lebensrettenden Geräte.

Pfau nannte die Zahlen ’schockierend‘.

Die Verteilung der Defibrillatoren ist laut der Regierungsantwort ungleichmäßig. Während der Landkreis Mittelsachsen mit acht Geräten als ‚Vorzeigelandkreis‘ gelte, verfüge der Vogtlandkreis nur über einen AED. In Chemnitz sei keine Schule mit einem Defibrillator ausgestattet.

Die Staatsregierung verfolge das Ziel, alle Schulen des Sekundarbereichs mit AEDs auszustatten, sei dazu aber nicht verpflichtet.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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