Die Stadt Chemnitz hat den Internationalen Stefan-Heym-Preis an den ukrainischen Schriftsteller Juri Andruchowytsch verliehen. Oberbürgermeister Sven Schulze überreichte die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag in der Eventlocation dieFabrik, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Der Preis wird alle drei Jahre an Autorinnen und Publizisten vergeben, die sich in herausragendem Maße in den öffentlichen Diskurs einmischen.
In seiner Dankesrede wertete Andruchowytsch die Ehrung als starkes Solidaritätssignal Europas mit der Ukraine. Der 1960 geborene Autor, der durch die Performancegruppe Bu-Ba-Bu bekannt wurde, veröffentlicht Gedichtbände, Romane und Essays.
Laudatorin Katharina Raabe bezeichnete seine Werke, darunter „Zwölf Ringe“ und „Der Preis unserer Freiheit“, als Weltliteratur, die die ukrainische Literatur befreit und mit neuen Formen bereichert habe.
Am Sonntag findet eine Lesung mit dem Preisträger unter dem Motto „Nur die Freiheit unbezweifelbar“ in der Hartmannfabrik statt. Der Eintritt ist frei.
Der Stefan-Heym-Preis wurde erstmals 2008 an Amos Oz verliehen; zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Christoph Hein, Jenny Erpenbeck und Slavenka Drakulić. Parallel zum Hauptpreis schreibt die Stadt Chemnitz weiterhin Förderpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro aus, für die Bewerbungen bis zum 15. September 2026 möglich sind.
Foto: Kristin Schmidt via dts Nachrichtenagentur

