48 Prozent aller Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt haben im April 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb gearbeitet. Das hat das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des bevorstehenden Tages der Arbeit am Dienstag mitgeteilt.
36 Prozent der Beschäftigten waren demnach an einen Branchentarifvertrag gebunden, 12 Prozent an einen Firmentarifvertrag.
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten war damit ohne Tarifbindung tätig. Dazu zählten 43 Prozent ohne Tarifvertrag sowie 9 Prozent, die auf Grundlage einer betrieblichen Vereinbarung arbeiteten.
Die Tarifbindung variierte stark nach Branchen: Sie reichte von 100 Prozent in der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung bis zu 20 Prozent bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Überdurchschnittlich viele Beschäftigte mit Tarifbindung gab es auch in den Bereichen Erziehung und Unterricht (81 Prozent) sowie Energieversorgung (71 Prozent).
Der Anteil der tarifgebundenen Betriebe an allen Betrieben lag mit 17 Prozent deutlich unter dem Wert bei den Arbeitnehmern. Ein Branchentarifvertrag galt nur bei 12 Prozent der Betriebe.
Bundesweit lag die Tarifbindung mit 49 Prozent der Arbeitnehmer auf einem ähnlichen Niveau. Am niedrigsten war sie in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei mit 10 Prozent.
Für Sachsen-Anhalt konnte dieser Wert aufgrund einer zu geringen Stichprobenbesetzung nicht angegeben werden.
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