Die Sächsische Staatsregierung hat eine Kleine Anfrage zur untragbaren Situation auf der Bahnstrecke Leipzig-Dresden weitgehend unbeantwortet gelassen. Verkehrsministerin Regina Kraushaar verweist auf die Zuständigkeit der Zweckverbände und erklärt, dass die Staatsregierung keine Verantwortung für Planung, Organisation und Ausgestaltung des Schienenpersonennahverkehrs trage, teilte Eric Recke, infrastruktur- und verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, mit.
Recke kritisiert diese Haltung als unverantwortlich und betont, dass die Menschen in Sachsen täglich unter überfüllten Zügen, erheblichen Verspätungen und Zugausfällen leiden.
Die Fahrgastzahlen sind zuletzt von 4,27 Millionen auf fast 4,9 Millionen Einsteiger pro Jahr gestiegen, während die Kapazitäten unzureichend bleiben. Die Staatsregierung sehe offenbar keine Verantwortung für die untragbaren Zustände auf dieser wichtigen Bahnverbindung.
Recke fordert von der Staatsregierung, Druck auf die Zweckverbände auszuüben, um mehr Kapazitäten zu bestellen und höhere Qualitätsstandards durchzusetzen.
Er betont, dass die Menschen in Leipzig, Dresden und entlang der Strecke ein Recht auf eine verlässliche Bahnverbindung haben und erwartet, dass die Landesregierung endlich aktiv wird, anstatt sich hinter formalen Zuständigkeiten zu verstecken.
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