Dax startet verhalten in die Woche: Anleger zwischen Mai-Effekt und Nahost-Krise

Zum Wochenstart hat der Dax sich kaum verändert. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.350 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

„Die Anleger in Frankfurt bleiben im Spannungsfeld zwischen dem saisonalen Ausstiegseffekt am Aktienmarkt im Mai und den Ereignissen im Nahen Osten gefangen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die wieder steigenden Ölpreise fachen die Inflationssorgen immer wieder neu an und sorgen so für Zurückhaltung auf dem Börsenparkett.“

„Im Dax war das Bild heute deshalb zweigeteilt. Die Investoren positionieren sich nicht neu. Stattdessen findet eine klassische Branchenrotation statt, die kaum Raum für nachhaltige Liquiditätszuflüsse bietet. So waren heute Energiewerte und vereinzelte Pharmaunternehmen gesucht. Auch die Aktien von BASF und Brenntag schafften es auf die Gewinnerliste. Dagegen wurden die Aktien von Rheinmetall und Gea weiter verkauft. Ziel der meisten Anleger ist eine defensive und damit risikoaverse Ausrichtung, wobei sie auf potenzielle Kursgewinne nicht verzichten wollen. Der Investitionsgrad kann durch diese Vorgehensweise beibehalten und die Risiken grundsätzlich besser angepasst werden.“

Zudem fokussiere sich der Markt auf die makroökonomischen Daten und die folgenden politischen Ereignisse, wie das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ab Donnerstag. „Ab Freitag wird dann der neue Notenbankvorsitzende Kevin Warsh die Geld- und Zinsmarktpolitik in den USA maßgeblich prägen“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1781 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8488 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.731 US-Dollar gezahlt (+0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,10 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 103,60 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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