Die Nachfrage nach qualifiziertem Pflegepersonal in Sachsen ist weiterhin ungebrochen. Das hat die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA) anlässlich des Tags der Pflege 2026 mitgeteilt.
Demnach standen im Jahr 2025 rund 1.160 offenen Stellen für Pflegefachkräfte etwa 480 arbeitslose Fachkräfte gegenüber.
„Der Pflegebereich ist einer der am stärksten vom Fachkräftemangel betroffenen Bereiche. Einer arbeitslosen Pflegefachkraft stehen mehr als zwei offene Stellen gegenüber“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen.
Der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt ließen den Bedarf weiter steigen. Die BA investiere daher in die Weiterbildung, um Pflegehelfer zu Fachkräften zu qualifizieren.
Im vergangenen Jahr starteten 1.000 Menschen eine solche Weiterbildung.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte in Sachsen stieg 2025 um rund 2.500 auf 103.000. 82 Prozent von ihnen sind Frauen. Der Ausländeranteil in der Pflege liegt aktuell bei acht Prozent, vor zehn Jahren waren es noch ein Prozent.
Die Medianlöhne für vollzeitbeschäftigte Pflegefachkräfte stiegen von 3.163 Euro im Jahr 2020 auf 3.973 Euro im Jahr 2024.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

