Bundesrat-Anbau in Berlin: Fertigstellung wegen Lieferengpässen erneut verschoben

Der Bundesrat muss wegen Verzögerungen und Lieferengpässen noch länger auf die Fertigstellung seines Anbaus samt neuem Besucherzentrum warten.

Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) dem „Spiegel“ mitteilte, musste für die Wärmeversorgung des Gebäudes an der Leipziger Straße in Berlin-Mitte „ein umfangreiches Vergabeverfahren mangels ausreichender Eignungsnachweise der Bietenden aufgehoben und erneut durchgeführt werden“. Auch durch die „komplexe Metall-Glas-Fassade“ verzögere sich der Bau. Hohe Sicherheitsanforderungen hätten „spezielle Planungs- und Produktionsprozesse“ nach sich gezogen, was andere Gewerke, etwa beim Innenausbau, behindere. Um den Verzug aufzuholen, „wurden die Fensteröffnungen des Neubaus größtenteils behelfsmäßig verschlossen“, so das BBR.

Dennoch verzögert sich der Bau erneut: Ursprünglich für 2024 geplant, dann auf 2028 verschoben, ist die Übergabe nun für das Ende des ersten Quartals 2029 angekündigt. Das rund 223 Millionen Euro teure Projekt nähert sich damit zehn Jahren Bauzeit. Der Anbau soll eine Lücke zwischen dem Leipziger Platz und dem Preußischen Herrenhaus schließen, in dem der Bundesrat seit 2000 tagt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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