Dax schließt schwächer: US-Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen

Zum Wochenausklang hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.759 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Sah es um die Mittagszeit noch so aus, als wolle und könne der Dax die Marke von 25.000 Punkten mit ins Wochenende nehmen, bekam diese Hoffnung mit den Arbeitsmarktdaten aus den USA einen kräftigen Dämpfer“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

„Der Bericht fiel deutlich besser als erwartet aus und spricht für einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt in den USA. Es wurden 172.000 neue Stellen geschaffen und damit weit mehr als die erwarteten 85.000. Die Arbeitslosenquote verweilt bei 4,3 Prozent.“

„Damit geht die Fantasie für Zinssenkungen in den USA aus dem Markt. In Anbetracht der zunehmenden Inflationsrisiken durch die hohen Energiepreise wird sich die US-Notenbank eher zurückhalten und abwarten. Die Indizes in New York legten daraufhin den Rückwärtsgang ein und mit ihnen auch der Dax in Frankfurt.“

„Die positive Grundstimmung der Anleger allerdings scheint sich vor dem Wochenende nicht groß einzutrüben. Damit endet die erste Handelswoche im neuen Börsenmonat Juni verhältnismäßig ruhig und unprätentiös. Der Fokus liegt weiter auf den wenigen Technologiewerten im Dax mit Ausnahme von Infineon. Halbleiterwerte haben nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Handelswochen jetzt einen schweren Stand. In Anbetracht der schwierigen geopolitischen Gemengelage haben sich die deutschen Standardwerte in den vergangenen Tagen aber verhältnismäßig gut gehalten“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1536 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8669 Euro zu haben.

Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.341 US-Dollar gezahlt (-3,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,98 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 93,80 US-Dollar, das waren 123 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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