Strack-Zimmermann war aus Internat ausgerissen

FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann war schon als Jugendliche rebellisch. Den „größten Unsinn“ ihrer Jugend habe sie begangen, als sie gemeinsam mit zwei Freundinnen aus dem Internat ausriss und per Anhalter loszog, sagte sie dem „Focus“.

Strack-Zimmermann besuchte in der Unter- und Mittelstufe ein katholisches Mädcheninternat am Bodensee. Sie habe schon immer „Hippie“ sein wollen, daraus sei diese Idee entstanden.

In Bezug auf den Machtkampf mit Wolfgang Kubicki sagte Strack-Zimmermann, selbst ihr Mann, mit dem sie seit 46 Jahren verheiratet ist, habe nichts von ihrer Kandidatur gewusst. Er habe erst durch die Nachrichten erfahren, als sie schon zu ihrer Bewerbungsrede antrat. Entscheidend für eine gelingende Partnerschaft sei es, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden und an ähnlichen Dingen Freude zu haben. „Aber ganz elementar ist, Respekt voreinander zu haben und zu respektieren, dass der eine oder andere eine Begeisterung für etwas hat, was man nicht zwingend teilt“, sagt Strack-Zimmermann. Ihr Mann habe nach der Kandidatur zu ihr gesagt: „Das war gut, dass du es gemacht hast.“

Strack-Zimmermann, die gläubige Katholikin ist, äußerte sich gegenüber „Focus“ auch über Religion: „Gott ist nicht gerecht“, sonst würden keine Menschen erkranken und keine Länder andere überfallen. Gott habe den Menschen die Erde überlassen, damit sie ihr eigenes Leben führen und dafür Verantwortung übernehmen. Nach Ansicht von Strack-Zimmermann sind deshalb Menschen das eigentliche Problem auf der Erde. Gott würde auf die Erde blicken und sich denken: „Meine Güte, was geht da ab?“, sagt sie dem „Focus“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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