Microsoft verschärft Menschenrechtskontrollen nach Militär-Skandal

Der US-Konzern Microsoft hat nach dem Abschluss einer internen Untersuchung angekündigt, die Menschenrechtskontrollen bei der Zusammenarbeit mit nationalen Sicherheitsbehörden zu verschärfen. Hintergrund ist die Nutzung von Microsofts Cloud-Technologie durch das israelische Militär zur Überwachung von Palästinensern.

In einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse erklärte Microsoft, dass die „tatsächlichen Feststellungen unverändert“ blieben und eine Reihe von Empfehlungen zur Verbesserung der Menschenrechtsgovernance umgesetzt würden. Das Unternehmen kündigte an, die Aufsicht über Projekte mit Bezug zu nationalen Sicherheitsbehörden zu verstärken. Zudem soll überprüft werden, wie Mitarbeiter mit Sicherheitsfreigaben umgehen, die von ausländischen Regierungen ausgestellt wurden.

Künftig sollen Verträge mit Bezug zur nationalen Sicherheit vor der Genehmigung strengeren Prüfungen unterzogen werden. Regelmäßige Überprüfungen sollen sicherstellen, dass Kunden die Nutzungsrichtlinien von Microsoft einhalten, insbesondere bei sich ändernden politischen Verhältnissen oder wenn Projekte sensibler werden. Zudem sollen die Sorgfaltsprozesse im Bereich der Menschenrechte in konfliktbetroffenen und Hochrisikoregionen verstärkt werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    AfD-Außenpolitiker Frohnmaier: Russland-Reise mit Parteispitze abgestimmt

    AfD-Außenpolitiker Markus Frohnmaier hat seine Russland-Reise und die Treffen im Kreml-Umfeld verteidigt. Die Reise sei mit der Parteiführung abgestimmt gewesen, sagte er den Sendern RTL und ntv.„Natürlich. Wir haben als…

    Auftragseingang der Industrie im April gesunken: Automobilindustrie und Maschinenbau mit größeren Rückgängen

    Der reale Auftragseingang der deutschen Industrie ist im April 2026 gegenüber März saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang ebenfalls um 3,8…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert