Baden-Württembergs Energieministerin gegen Aufteilung des deutschen Strommarkts

Baden-Württembergs Energieministerin Thekla Walker (Grüne) stellt sich in der Debatte über eine mögliche Aufteilung des deutschen Strommarkts klar gegen einen Vorstoß aus Schleswig-Holstein. „Die Einführung neuer Gebotszonen mit mehrjähriger Etablierung, Übergangsfrist und Ausgleichsmaßnahmen ist ein komplizierter, kostspieliger und bürokratischer Eingriff ins Marktsystem“, sagte Walker dem Nachrichtenmagazin Focus.

Hintergrund ist ein Vorschlag der IHK Schleswig-Holstein, wonach Schleswig-Holstein und Hamburg mit der dänischen Windkraftregion Jütland zu einer gemeinsamen Stromgebotszone verbunden werden könnten. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Grüne) unterstützt den Vorstoß.

Baden-Württemberg warnt vor Folgen für den Industriestandort. Im Zuge der ohnehin anspruchsvollen Transformation und schwieriger globaler Rahmenbedingungen müssten weitere Unsicherheiten für Bevölkerung, Wirtschaft und Energiewirtschaft verhindert werden, hieß es aus dem Ministerium. „Andernfalls droht eine Schwächung des gesamten Wirtschaftsstandorts durch Abwanderungen ins außereuropäische Ausland.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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