Bundesjustizministerin Hubig warnt vor Zunahme politisch motivierter Kriminalität und Frauenfeindlichkeit

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht von der zunehmenden politisch motivierten Kriminalität nicht zuletzt Frauen betroffen.

Die jüngsten Zahlen zu politisch motivierter Kriminalität sprächen eine deutliche Sprache, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Blick auf die am Dienstag von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und BKA-Präsident Holger Münch präsentierte Statistik. Politischer Hass und politisch motivierte Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft nähmen zu. Dieser Befund müsse alle Demokraten „zutiefst beunruhigen“. Politisch motivierte Kriminalität sei eine ernste Gefahr für die Demokratie.

Besonders bestürzend an den neuen Zahlen sei nicht zuletzt die starke Zunahme der frauenfeindlichen Straftaten. Nach Jahrzehnten des Fortschritts beim Schutz von Frauen zeige sich einmal mehr: Frauenfeindliche Ideologien seien wieder auf dem Vormarsch, so Hubig.

Die SPD-Politikerin sagte: „Wir müssen den Kampf gegen die politisch motivierte Kriminalität auch und gerade mit den Mitteln des Rechts führen: Eine schlagkräftige Justiz und ein Strafrecht auf der Höhe der Zeit sind dafür essenziell.“ Ihr Ziel sei, dass dafür in nächster Zeit weitere wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht würden. Mit einem neuen „Pakt für den Rechtsstaat“ könne man ein „klares Signal“ senden: Bund und Länder seien gemeinsam bereit, in den Rechtsstaat zu investieren – und damit auch in die „Verteidigung der Demokratie gegen ihre Feinde“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD Mecklenburg-Vorpommern kürt Schwesig zur Spitzenkandidatin für Landtagswahl

    Die SPD Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 20. September gewählt. Sie kam am Samstag beim Landesparteitag in Wismar auf 90 von 91 Delegiertenstimmen und…

    Dehoga warnt vor Jobverlusten durch Reformpläne von Warken

    Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sieht durch die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Jobs gefährdet. Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke fordert eine Entlastung bei den Lohnkosten.Sie kritisiert, dass Arbeitgeber bei Minijobbern…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert