Dax legt zu: ZEW-Konjunkturerwartungen steigen deutlich

Der Dax hat sich am Dienstag nach einem leicht positiven Start bis zum Mittag weiter in den grünen Bereich vorgekämpft. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.045 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Gea, Siemens Energy und Rheinmetall, am Ende Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hatte zuvor einen deutlichen Anstieg der mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren gemeldet. „Die Aussicht auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran verbessert den wirtschaftlichen Ausblick“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. „Allerdings sollte nicht unterschlagen werden, dass das Gesamtbild des Konjunkturbarometers gegenüber den Niveaus zu Jahresbeginn stark eingetrübt bleibt.“ Von Konjunktureuphorie könne unter den Umfrageteilnehmern jedenfalls nicht die Rede sein.

„Die jüngsten Meldungen zu einem möglichen Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran dürften in der aktuellen Umfrage noch nicht vollständig reflektiert sein“, so Gitzel. „Da andererseits die Ölpreisnotierungen noch immer auf verhältnismäßig hohem Niveau notieren, dürfte ein Friedensschluss zwischen den Konfliktparteien den Index zunächst nicht deutlich positiv beeinflussen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1612 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8612 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 81,14 US-Dollar; das waren 203 Cent oder 2,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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