Dessau-Roßlau leitet Aufklärung nach Tod eines sechsjährigen Mädchens ein

Die Stadt Dessau-Roßlau hat eine umfassende interne Untersuchung nach dem Tod eines sechsjährigen Mädchens eingeleitet. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Geprüft wird, ob eingegangene Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung im zuständigen Jugendamt ordnungsgemäß bearbeitet wurden.

Oberbürgermeister Robert Reck (parteilos) habe nach Bekanntwerden der Vorwürfe einen Sachverhaltsbericht angefordert und organisatorische sowie personelle Maßnahmen verfügt, um die Handlungsfähigkeit des Jugendamtes sicherzustellen. Ziel sei eine lückenlose und transparente Aufklärung.

Die Ergebnisse der Untersuchung sollen die Grundlage für weitere Konsequenzen bilden. Unabhängig davon würden die bestehenden Verfahrensabläufe und Kontrollmechanismen im Kinderschutz überprüft.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen habe oberste Priorität, hieß es weiter.

Die Stadt arbeite mit den Ermittlungs- und Aufsichtsbehörden zusammen. Aus Gründen des Datenschutzes und des Persönlichkeitsschutzes könnten derzeit keine weiteren Angaben zu Einzelheiten des Falles gemacht werden.

Die Stadt appellierte an die Bevölkerung, bei Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung die zuständigen Stellen zu informieren.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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