Hitzewelle: VdK und Linke fordern Trinkbrunnen und Schutz für Obdachlose

Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle warnen der Sozialverband VdK und die Linkspartei vor den Folgen hoher Temperaturen für obdachlose Menschen. „Hitzewellen sind kein Naturereignis, dem man tatenlos zuschauen kann, sie sind ein sozialer Notfall“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Janis Ehling, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Wenn die Bundesregierung nicht endlich handle, nehme sie gesundheitliche Schäden und Todesfälle billigend in Kauf, kritisierte Ehling.

Der Linken-Politiker forderte flächendeckenden Zugang zu Trinkwasser, Sonnencreme und Schutzangeboten im öffentlichen Raum. Wer Menschenleben schützen wolle, dürfe nicht länger zuschauen, sondern müsse in Kommunen, in soziale Infrastruktur und in Hitzeschutz investieren. „Das Geld dafür ist da. Doch solange große Vermögen und Konzerne geschont werden, fehlt es genau dort, wo es um Gesundheit und Menschenleben geht“, sagte Ehling.

„Extreme Hitze kann genauso tödlich sein wie extreme Kälte – das ist noch zu wenig im Bewusstsein vieler Verantwortlicher“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen. Menschen ohne festen Wohnsitz bräuchten Zugang zu sicheren, gekühlten Unterkünften und zu sauberem, kühlem Wasser. Städtische Trinkbrunnen könnten hier helfen. Sie sollten dringend auf Funktionalität überprüft und in den kommenden Monaten vermehrt aufgestellt werden, forderte Bentele.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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