JU-Chef Winkel: Rentenreform könnte „Deniz-Undav-Moment“ für Bundesregierung werden

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel (CDU), sieht in den Empfehlungen der Rentenkommission eine „große Chance“ für die Bundesregierung.

Winkel verglich am Sonntag in der ARD die bisher bekannten Kommissionsempfehlungen mit dem späten Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste. Vielleicht könne es auch „so ein richtiger Deniz-Undav-Moment“ für die Bundesregierung werden. „Lange Zeit läuft es vielleicht nicht so rund, und dann wechselt man die richtigen Leute ein, das sind die Expertinnen und Experten. Aber auch die Politiker haben einen tollen Job gemacht“, lobte Winkel.

Deutschland stehe vor einer gigantischen Aufgabe bei den Sozialversicherungen, so Winkel. Die Rentenkommission habe aber gezeigt, dass Kompromisse nicht immer nur der kleinste gemeinsame Nenner sein müssten. Sehr wichtig sei es etwa, die Frühverrentungsprogramme wie die Rente mit 63 zu beenden, so wie es die Kommission nach ersten Berichten empfehle. Deutschland habe zudem viel Zeit verloren, die kapitalgedeckte Rente in den letzten 30 Jahren nicht einzuführen. „Wenn wir sehen, wie viel Geld wir dort verloren haben im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn, das ist einfach unglaublich“, sagte Winkel. Die Einführung einer kapitalgedeckten Rente komme „besser spät als nie“ und sei „genau der richtige Schritt“. Das sehe man auch bei den Schweden, „die unglaublich erfolgreich damit sind“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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