Schwesig kritisiert Rentenpläne: Keine Zustimmung zu höherem Renteneintrittsalter und Abschaffung der Rente mit 63

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) stellt sich gegen die Rentenpläne der Bundesregierung.

„Ich bin nicht der Meinung des Kanzlers, dass diese Vorschläge 1:1 umgesetzt werden müssen“, sagte die SPD-Politikerin dem „Tagesspiegel“. Es sei gut, dass ein Vorschlag vorliege. Aber darüber müsse diskutiert werden. Die Länder seien beispielsweise nicht in die Kommissionsarbeit einbezogen worden. Solch weitreichende Entscheidungen könnten nicht über den Kopf der Länder und der Sozialpartner hinweg getroffen werden.

Schwesig ist auch mit einzelnen Vorschlägen der Rentenkommission unzufrieden. „Ich sehe bei den Vorschlägen Licht und Schatten“, sagte sie. Konkret stellte sich die SPD-Politikerin gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. „Ich halte die Steigerung des Renteneintrittsalters und die Kopplung an die Lebenserwartung für falsch“, sagte Schwesig. Gerechter wäre es, wenn nach Beitragsjahren geschaut würde. Wer 45 Jahre oder mehr gearbeitet habe, sollte auch weiter abschlagsfrei in Rente gehen können. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Zugleich erkennt Schwesig in dem Rentenentwurf auch positive Elemente. „Es ist gut, dass nach Wegen gesucht wurde, das Rentenniveau von 48 Prozent langfristig zu sichern“, so Schwesig. Sie unterstütze auch, dass der Kreis der Einzahler vergrößert werden solle. Aus ihrer Sicht wäre es aber richtig, wenn neben Politikern und Vorständen auch neu anfangende Beamte in die Rentenkasse einzahlen würden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Militärhistoriker Neitzel: Weder Merz noch Macron haben einen Plan für Europas Sicherheit

    Der Militärhistoriker Sönke Neitzel wirft Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor, ihrer historischen Aufgabe für Europa nicht gerecht zu werden.Er könne bei beiden keinen klaren Plan für…

    Sudan-Krise: Sieben EU-Staaten fordern sofortigen Stopp der Angriffe auf El Obeid

    Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, der Niederlande, Norwegens und des Vereinigten Königreichs haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Besorgnis über die anhaltenden Angriffe im Sudan erklärt. Berichten zufolge dauern…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert