CDU-Ministerpräsident Mario Voigt: Länder müssen bei Reformen mit am Tisch sitzen

Zum Auftakt der Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bundeskanzler warnt Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) vor einem Alleingang des Bundes bei den Reformen. „Die Länder gehören mit an den Tisch“, sagte Voigt dem „Focus“. Er kritisierte, die Länder befänden sich viel zu oft in einer Sandwich-Position. Der Bund definiere die Standards, die Kommunen müssten umsetzen und die Länder den Großteil finanzieren. „Das ist nicht mehr zukunftsfähig“, so Voigt.

Den Bund forderte Voigt auf, zunächst alle Reformvorschläge fertig zu entwickeln. „Wichtig ist, dass die Länder im nächsten Schritt mit am Tisch sitzen“, sagte der Ministerpräsident. Auf die Frage, ob die Länder bislang nicht gut genug eingebunden würden, antwortete Voigt, erst müssten alle Reformvorschläge fertig entwickelt werden. Wichtig sei, dass die Länder im nächsten Schritt mit am Tisch sitzen. Auf die Frage, ob der Kanzler aus dem Scheitern der Entlastungsprämie im Bundesrat gelernt habe, sagte Voigt: „Aus der Ablehnung der Entlastungsprämie im Bundesrat haben alle gelernt.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Militärhistoriker Neitzel: Weder Merz noch Macron haben einen Plan für Europas Sicherheit

    Der Militärhistoriker Sönke Neitzel wirft Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor, ihrer historischen Aufgabe für Europa nicht gerecht zu werden.Er könne bei beiden keinen klaren Plan für…

    Sudan-Krise: Sieben EU-Staaten fordern sofortigen Stopp der Angriffe auf El Obeid

    Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, der Niederlande, Norwegens und des Vereinigten Königreichs haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Besorgnis über die anhaltenden Angriffe im Sudan erklärt. Berichten zufolge dauern…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert