Illegale Streaming-Dienste: Tausenden Kunden in Deutschland droht Strafverfahren wegen Geldwäsche

Nach einer Razzia bei einem Anbieter einer verbotenen Streaming-Plattform in Köln im vergangenen Jahr droht jetzt tausenden Kunden ein juristisches Nachspiel. „Wir gehen derzeit davon aus, dass im weiteren Verlauf ca. 4.000 Verfahren wegen Geldwäsche gemäß § 261 StGB gegen die Kunden der Plattform einzuleiten sein werden“, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft der „Bild“ (Freitagausgabe).

Im Kreis Siegen-Wittgenstein (NRW) bekamen Nutzer eines anderen illegalen Dienstes bereits Post von der Kreispolizeibehörde. Die Staatsanwaltschaft Siegen führt ein Ermittlungsverfahren gegen einen Siegener, der illegale IPTV-Zugänge zur Verfügung gestellt haben soll. „Im Zuge der durchgeführten Ermittlungen wurde die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein beauftragt, selbstständig neue Verfahren gegen die jeweiligen Nutzer der Zugänge einzuleiten“, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Siegen gegenüber der Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen „sieben Beschuldigte wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (§§ 106, 108a UrhG)“. „Es wurden darüber hinaus gegen ca. 500 Nutzer separate Verfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Eingriffs in verwandte Schutzrechte (§ 108 UrhG) eingeleitet“, sagte eine Sprecherin der Behörde.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Galeria-Miteigentümer Beetz sieht nach Kreditzusage Politik und Vermieter in der Pflicht

    Bernd Beetz, Miteigentümer der Warenhauskette Galeria, hat nach der Freigabe eines Rettungskredits nun auch von der Politik und von Sozialpartnern Unterstützung gefordert und ein neues Konzept für die Filialen angekündigt.„Für…

    Bericht: Bundesregierung will für 40 Prozent am Panzerhersteller KNDS bis zu 7,2 Milliarden Euro zahlen

    Der Bund muss offenbar bis zu 7,2 Milliarden Euro für den Einstieg beim Panzerhersteller KNDS zahlen. Das geht aus vertraulichen Unterlagen hervor, die die Bundesregierung den Haushältern des Bundestages zur…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert