Bundespräsident Steinmeier schickt Trump Glückwünsche und Mahnungen zum 250. Geburtstag der USA

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinem Amtskollegen Donald Trump ein vierseitiges Glückwunschschreiben zum 250. Geburtstag der USA geschickt, das auch Kritik und Mahnungen enthält. Steinmeier verbeugt sich in dem Glückwunsch-Telegramm zum 4. Juli vor der Geschichte des Landes, seiner Bedeutung für die weltweite Entwicklung der Demokratie und insbesondere für die in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, berichtet der „Spiegel“. Die kritischen Äußerungen Richtung US-Präsident seien in freundschaftlichem Ton gehalten.

So konstatiert Steinmeier, dass die Entwicklung der USA zu einer Führungsmacht „nicht allein durch rohe Stärke, sondern durch Anziehungskraft“ gelang. Die Nato, deren Beistandsversprechen Trump wiederholt infrage gestellt habe, verteidige „das 250-jährige Versprechen auf Freiheit, Recht und Selbstbestimmung“.

Perfektion im politischen Alltag sei unmöglich, so der Bundespräsident, aber „auf die Richtung kommt es an“. Da würden sich in Deutschland und den USA viele Menschen fragen, ob die Richtung stimme. Die Antwort gebe „nie ein einzelner, sondern das Volk von Freien und Gleichen“, erklärte der Bundespräsident. „So wollten es die Revolutionäre von 1776“.

Steinmeier schreibt von einer engen Freundschaft zwischen Deutschland und den USA. Die Menschen würden auf beiden Seiten des Atlantiks zu diesem besonderen Jubiläum „Freiheit, Recht und Demokratie“ feiern „und sie setzen auf ihre bleibende Kraft“.

Steinmeier hatte Trump schon früh öffentlich kritisiert. Noch als Außenminister nannte er den damaligen Präsidentschaftskandidaten 2016 einen „Hassprediger“. Auch als Bundespräsident äußerte sich Steinmeier immer wieder besorgt über den politischen Kurs seines Amtskollegen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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