Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat mit der Einführung eines einheitlichen Verfahrens zur Früherkennung und zum Umgang mit Personen mit Risikopotential begonnen. Dies teilte Innenministerin Dr. Tamara Zieschang mit.
Auf einer Fachtagung wurde das Handlungskonzept „Früherkennungs- und Bedrohungsmanagement Sachsen-Anhalt“ vorgestellt, an der rund 250 Vertreter aller Polizeibehörden sowie der Fachhochschule Polizei und des Ministeriums für Inneres und Sport teilnahmen.
Die Notwendigkeit eines solchen Managements wird durch schwerste Gewalttaten wie die Amokfahrt in Magdeburg im Dezember 2024 und die Messerangriffe in Aschaffenburg und Hamburg im Jahr 2025 unterstrichen. Innenministerin Zieschang betonte, dass Gefahren oft nicht aus dem Nichts entstehen und es im Vorfeld Hinweise und Signale gibt, die es zu erkennen gilt.
Ziel ist es, gefährliche Personen frühzeitig zu identifizieren und gezielte Gewalttaten zu verhindern.
Das Handlungskonzept folgt dem Grundsatz „Erkennen – Bewerten – Handeln“ und definiert eine landeseinheitliche Risikobewertung sowie klare Vorgaben zu Abläufen und Verantwortlichkeiten. Es setzt auf eine frühzeitige und niederschwellige Herangehensweise, die eine ganzheitliche Perspektive einbezieht.
Die polizeiliche Bearbeitung erfolgt in einem dreistufigen Kompetenzmodell, das von der Früherkennung durch alle Bediensteten bis zur zentralen Fachstelle im Landeskriminalamt reicht.
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