PETA fordert Verbot von Taubenwettflug in Halle

Die Tierrechtsorganisation PETA hat das Veterinäramt der Stadt Halle (Saale) aufgefordert, eine für Sonntag geplante Taubenwettflugveranstaltung zu untersagen. Wie PETA am Donnerstag mitteilte, sollen bei dem Auflass im polnischen Slupca 600 Vögel auf die 401 Kilometer lange Strecke zu ihrem Heimatschlag geschickt werden.

Nach Angaben der Organisation sterben viele der domestizierten Tiere auf den anstrengenden Flügen an Dehydration, Hunger, Erschöpfung oder Verletzungen.

PETA verwies auf eine Studie, die bei Taubenwettflügen Verlustraten von durchschnittlich 53 Prozent pro Saison beziffert. Die Vögel würden bewusst von ihren Partnern oder Kindern getrennt, sodass nicht Ehrgeiz, sondern die Sehnsucht nach dem Heimatschlag die Motivation zur Rückkehr sei.

„Würden Hunde bei Hitze für einen Wettbewerb mehrere hundert Kilometer von ihrem Zuhause entfernt ausgesetzt, von denen es ein großer Teil nicht nach Hause schafft, wäre der Aufschrei groß“, sagte Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. Die Organisation argumentiert, dass Taubenwettflüge gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, da den Tieren Leistungen abverlangt würden, die ihre Kräfte übersteigen.

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