Fünf Gefangene der Justizvollzugsanstalt Chemnitz haben in dieser Woche ihre Zeugnisse für den qualifizierenden Hauptschulabschluss erhalten. Hierdurch erhalten sie die Möglichkeit für weitere berufliche Qualifizierung – sei es noch während der Haft oder auch nach der Haftentlassung.
Es handelt sich daher um einen wichtigen Baustein für eine gelungene Resozialisierung.
Bereits seit den 1990er Jahren wird in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz jährlich ein Hauptschulkurs zur Vorbereitung auf eine Schulfremdenprüfung angeboten. Ziel dieser schulischen Qualifizierungsmaßnahme ist es, geeigneten Gefangenen die Möglichkeit zu geben, den qualifizierenden Hauptschulabschluss zu erlangen.
Durch die Form der Schulfremdenprüfung können die Gefangenen diesen staatlich anerkannten Schulabschluss auch ohne Besuch einer regulären Schule oder einer Abendschule erreichen. Die Ausbildung erstreckt sich über ein Schuljahr und wird von zwei bei der JVA Chemnitz tätigen Lehrkräften durchgeführt.
Durch den aufgebrachten Fleiß und das Durchhaltevermögen der Schülerinnen sowie die fachkundige Unterstützung der Lehrkräfte wurden durch die fünf Teilnehmerinnen dieser schulischen Bildungsmaßnahme alle Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Prüfungsabschluss gemeistert.
Das Ergebnis dieses Engagements sind durchweg gute bis sehr gute Leistungen, für die die Frauen nunmehr im – soweit in Haft möglich – feierlichen Rahmen ihre Zeugnisse in Empfang nehmen konnten. Auch im neuen Schuljahr wird die Maßnahme fortgesetzt, und es erhalten erneut inhaftierte Frauen die Möglichkeit, diesen wichtigen Schritt im Rahmen der Resozialisierung zu gehen.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

