AfD-Chef Chrupalla hält sich zu Zusammenarbeit mit BSW nach Landtagswahlen bedeckt

AfD-Chef Tino Chrupalla hält sich mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit seiner Partei mit dem BSW nach den Landtagswahlen im Herbst bedeckt. Das BSW hatte sich zuvor in einem Brief an die AfD-Spitze gewandt und dort die Ablehnung der sogenannten Brandmauer deutlich gemacht.

Wenn jemand mit der AfD reden wolle, dann setze man sich mit denjenigen an den Tisch, sagte Chrupalla im Deutschlandfunk. „Aber wir warten jetzt erst mal die Landtagswahl auch in Sachsen-Anhalt ab. Wie am Ende das Ergebnis aussieht, ob das BSW überhaupt in den Landtag einzieht, ob die SPD einzieht, wie die Mehrheitsverhältnisse aussehen.“ Am Ende müsse sich auch das BSW erst mal selbst ehrlich machen. „Also da redet zum Beispiel das BSW in Mecklenburg-Vorpommern anders als zum Beispiel das BSW in Thüringen“, sagte der AfD-Chef.

„Ich sehe da noch überhaupt keine Einheitlichkeit“, fügte er hinzu. „Und ich hätte mir gewünscht, bevor man überhaupt so einen Brief auch in die Öffentlichkeit wohlgemerkt gibt, dass man das vielleicht erst mal intern an die AfD-Vorsitzenden schickt und vielleicht ein Gespräch führt, bevor man das über die Öffentlichkeit macht.“ Letztendlich hoffe die AfD, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern oder in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit gewinne und keinen Koalitionspartner brauche, so Chrupalla.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bundesregierung drängt Huthi auf humanitären Zugang zu Tais im Jemen

    Die Bundesregierung ruft die jemenitischen Huthi-Rebellen auf, unverzüglich den humanitären Zugang zur belagerten Stadt Tais zu gewährleisten, in der über 800.000 Menschen eingeschlossen sind und Nahrungsmittel sowie Medikamente knapp werden.…

    Audi-Chef Döllner bei Trump-Wahlkampf: Bundesregierung äußert sich nicht, Kritik von Betriebsrat und IG Metall wächst

    Die Bundesregierung will den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten nicht öffentlich bewerten. „Wir kommentieren grundsätzlich derartige unternehmerische Entscheidungen nicht“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert