Dax startet mit Verlusten in den Handelstag – Nahost-Konflikt und China-Sorgen belasten

Der Dax ist am Mittwoch mit deutlichen Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.855 Punkten berechnet, 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Hochtief, Qiagen und Adidas, am Ende Zalando, Infineon und Rheinmetall.

An den Handelsplätzen in Asien wirke Freude über die besser als erwarteten US-Verbraucherpreise nach, erklärte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Selbst die Gewinnwarnung des Technologieriesen IBM konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Gesucht wurden insbesondere die zyklischen Halbleiterwerte wie SK Hynix und Samsung“, so Lipkow. „Aus China kamen dagegen eher Molltöne, da das Bruttoinlandsprodukt im Reich der Mitte mit einem Zuwachs von 4,3 Prozent hinter den Erwartungen von 4,5 Prozent zurückblieb.“

Derzeit zeichneten sich sehr ambivalente konjunkturelle Entwicklungen in den verschiedenen Wirtschaftsräumen ab, erläuterte der Analyst. „Der Nahost-Konflikt mit seinen Auswirkungen auf den Energiemarkt und den Störungen in den internationalen Lieferketten spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1420 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8757 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 85,92 US-Dollar, das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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