Debatte um Spahns Vaterschaft: Queerbeauftragte Koch gegen kommerzielle Leihmutterschaft und fordert Reform des Abstammungsrechts

Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), lehnt eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland ab. Das sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) in der Debatte um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn.

„Viele queere Menschen haben einen Kinderwunsch. Diesen sollten sie sich auch erfüllen können. Die kommerzielle Leihmutterschaft halte ich aber nicht für den richtigen Weg“, so Koch.

Sie erklärte, wenn ein queeres Paar Kinder habe, müssten diese rechtlich abgesichert sein – unabhängig davon, wie sie zur Welt gekommen seien. „Insbesondere für Kinder lesbischer Paare, aber auch bei schwulen oder trans Eltern, bietet das derzeitige Abstammungsrecht keinen ausreichenden Schutz. Hier ist eine Reform dringend notwendig“, forderte die SPD-Politikerin.

„Ich freue mich sehr darauf, Herrn Spahn auf diesem Weg an der Seite der queeren Community zu sehen“, so Koch weiter. Derzeit gilt bei verheirateten lesbischen Paaren nur die gebärende Frau automatisch als rechtlicher Elternteil, während bei verheirateten heterosexuellen Paaren auch der Mann automatisch als rechtlicher Elternteil anerkannt wird.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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