UAW-Chef Shawn Fain kündigt verstärkte Gewerkschaftskampagnen bei Autobauern im Süden der USA an

Die US-Automobilgewerkschaft UAW will ihren Vorstoß bei ausländischen Herstellern im Süden der USA verstärken. „Wir haben Pläne überall im Süden“, sagte UAW-Präsident Shawn Fain dem „Handelsblatt“. Konkrete Details zu den nächsten Schritten wollte er allerdings nicht offenlegen.

Auf die Frage nach dem neuen Werk der Volkswagen-Tochter Scout Motors in South Carolina sagte Fain: „Es ist überall derselbe Kampf, wohin wir auch gehen.“ Für einen neuen Anlauf beim Mercedes-Werk in Tuscaloosa, wo die Belegschaft 2024 noch gegen eine Vertretung durch die UAW gestimmt hatte, zeigte sich Fain zuversichtlich: „Ich glaube nicht, dass es eine Frage des Ob ist, sondern eine Frage des Wann.“

Ausgangspunkt ist der Durchbruch bei Volkswagen in Chattanooga, wo sich 2024 als erste Belegschaft eines ausländischen Autobauers im US-Süden die Beschäftigten gewerkschaftlich organisierten. Finanziell rüstet sich die Gewerkschaft für die Kampagnen. Auf dem Gewerkschaftstag im Juni dieses Jahres habe man beschlossen, den Streik- und Verteidigungsfonds „auf über eine Milliarde Dollar anwachsen“ zu lassen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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