Der Anteil der Unternehmen, die Künstliche Intelligenz (KI) aktiv nutzen, ist in Ostdeutschland deutlich geringer als in Westdeutschland. Das zeigen Analysen des Ifo-Instituts. „Die Nutzung von KI ist zwischen 2023 und 2026 auch in Ostdeutschland stark gestiegen, der Anteil der Unternehmen, für die KI `Kein Thema` ist, ist hier aber noch höher als in Westdeutschland“, sagte Ifo-Forscher Robert Lehmann.
Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt KI inzwischen aktiv ein – in Ostdeutschland sind es der Analyse zufolge nur knapp zwei Fünftel. Die ostdeutsche Wirtschaft befindet sich damit auf dem Stand, den Westdeutschland vor einem Jahr hatte.
„Dieser Rückstand findet sich dabei in allen Wirtschaftsbereichen und in allen ostdeutschen Bundesländern und zeigt, dass die Unternehmen die hiermit verbundenen Chancen zur Produktivitätssteigerung noch nicht ausreichend nutzen“, sagte Joachim Ragnitz, Co-Autor der Studie. „Der strukturelle Rückstand Ostdeutschlands bei der Adoption neuer Technologien zeigt sich damit auch beim Thema KI.“ Seiner Meinung nach hängt es vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen ab, ob sich dieser Abstand in Zukunft verringert.
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