DAX: SAP treibt Index Richtung 25.000 Punkte, Konjunkturdaten überraschen positiv

Der Dax ist am Freitag nach einem bereits freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.960 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Aktien von SAP heben den Gesamtmarkt zum Wochenschluss wieder in Richtung 25.000 Punkten“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Der Softwarekonzern habe die Skeptiker eines Besseren belehrt. „Im Vorfeld waren immer wieder Bedenken laut geworden, wie stark sich die KI-Technologie auf das operative Geschäft auswirken wird. Das Cloud-Geschäft bleibt das wesentliche Zugpferd und wächst weiter rasant. Ähnlich wie bei dem US-Konkurrenten ServiceNow scheinen die Technologiekonzerne sogar als Infrastrukturgewinner aus dem KI-Hype herausgehen zu können.“

„Auf der anderen Seite stehen die Quartalszahlen von Volkswagen, der positiven Kursentwicklung des Dax 40 entgegen. Die Wolfsburger stehen derzeit weiterhin voll unter dem Einfluss der angetretenen Restrukturierung. Die Restrukturierungskosten belasten das Gesamtergebnis bei einer fortgesetzten rückläufigen Umsatzentwicklung. Da sich die Gewinnreduzierung stark auf die individuelle Gesamtsituation des Autokonzerns bezieht, können sich die anderen Automotiveunternehmen im Dax 40 teilweise auf die Gewinnerseite retten.“

„Die konjunkturelle Gesamtsituation in Deutschland hatte sich zuletzt weiter aufgehellt und wurde heute durch die Einkaufsmanagerindizes sowohl im Dienstleistungssektor als auch dem produzierenden Gewerbe bestätigt. So konnte sich der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juli auf 52 Punkte verbessern und kam besser als die Erwartung von 50,4 Punkten rein. Auch im Dienstleistungssektor liegt der PMI derzeit mit 51,6 Punkten in der Expansionszone. Hier hatten die Analysten mit einem Stand von lediglich 49 Punkten gerechnet“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1391 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8779 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.063 US-Dollar gezahlt (+0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,68 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 97,81 US-Dollar, das waren 288 Cent oder 2,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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