SPD will verbale sexuelle Belästigung Catcalling unter Strafe stellen

Die SPD-Bundestagsfraktion will auch verbale sexuelle Belästigung, sogenanntes „Catcalling“, unter Strafe stellen.

„Diese Gesetzeslücke muss geschlossen werden. Solch ein Verhalten können wir nicht tolerieren“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sonja Eichwede dem „Stern“. „Deswegen treten wir als SPD-Bundestagsfraktion dafür ein, einen neuen Straftatbestand gegen verbale sexuelle Belästigung – das sogenannte Catcalling – zu schaffen.“

Eichwede: „Wir sprechen hier von gezielter, erheblicher, mündlicher sexueller Belästigung.“ Verbale sexuelle Belästigung stelle im juristischen Sinne keine Beleidigung oder persönliche Herabsetzung dar, erklärte die Sozialdemokratin. Der Bundesgerichtshof habe in einem Urteil von 2017 festgestellt, dass hier eine Gesetzeslücke vorliege.

Verbale sexuelle Belästigung schüchtere die Opfer, in aller Regel Frauen oder Mädchen, massiv ein. „Nicht die Opfer sollten ihr Verhalten ändern, sondern die Täter“, sagte Eichweide. Studien zeigten, dass häufig Opfer ihr Verhalten änderten und sich zum Teil aus dem öffentlichen Leben zurückziehen würden. „Dem müssen wir entschieden entgegenwirken“, forderte Eichwede.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bundesregierung setzt Kabinettssitzungen wegen Herbstferien aus

    Die eigentlich jede Woche stattfindenden Kabinettssitzungen der Bundesregierung werden wegen der Herbstferien ausgesetzt. Das sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag der dts Nachrichtenagentur.Es gebe eine Kabinettsplanung und diese sei „bis…

    Bundesbank erwartet hartnäckige Inflation

    Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate bis ins nächste Jahr hinein merklich erhöht bleibt. Die Verbraucherpreise für Gas und Strom, für Nahrungsmittel, andere Waren und Dienstleistungen dürften…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert