Luchs Charlie im Westerzgebirge ausgewildert

Im Forstbezirk Eibenstock ist am Montag der Luchs Charlie ausgewildert worden. Das 13 Monate alte Männchen ist der sechste Luchs im Rahmen des Projekts „RELynx Sachsen“ und der erste nach einer geänderten Auswilderungsstrategie, wie das sächsische Umweltamt mitteilte.

Der Transport und die Auswilderung seien reibungslos verlaufen.

Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sagte, dass das ursprüngliche Projekt in Bezug auf Akzeptanz und Finanzen zu ambitioniert gewesen sei. Die neue Strategie sieht vor, das Projekt zeitlich zu strecken und regional zu begrenzen.

Statt fünf Tieren pro Jahr bis 2027 werden nun bis 2030/2031 nur zwei bis drei Luchse jährlich ausgewildert, mit einer Obergrenze von 20 Tieren. Ausgewildert wird nur auf Staatswaldflächen in Eibenstock und Umgebung.

Charlie stammt aus dem Zuchtprogramm des Zoos Karlsruhe und wurde menschenfern auf die Auswilderung vorbereitet.

Er trägt einen Halsbandsender zur Überwachung seiner Aktivitäten. Ziel ist, dass er sich in den kleinen Bestand der beiden sesshaften Luchse Alva und Chapo eingliedert und zur Vernetzung der mitteleuropäischen Luchspopulation beiträgt.

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