Linksfraktionschefs fordern Maßnahmen gegen Deindustrialisierung

Die Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Linken hat auf Initiative der thüringischen und sächsischen Landtagsfraktionen eine Deklaration zum Stopp einer drohenden Deindustrialisierung verabschiedet. Das teilte Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken im Thüringer Landtag, am Dienstag mit.

In der deutschen Autobranche seien innerhalb eines Jahres mehr als 50.000 Stellen gestrichen worden.

Die Vorsitzende der Konferenz und der Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, forderte die Einrichtung von Transformations- und Beteiligungsfonds. Mit Landes- und Bundesbeteiligungen sowie Überbrückungsfinanzierungen sollen Betriebe in Krisenlagen stabilisiert und beim Produktionsumbau unterstützt werden.

Gleichzeitig müsse die Mitbestimmung der Beschäftigten gestärkt werden.

Die Fraktionsvorsitzenden betonten, die sozial-ökologische Transformation sei keine Bedrohung, sondern eine Chance. Investitionen in erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien sollten gezielt in den Regionen ankommen.

Eine kurzfristige Umstellung auf Rüstungsproduktion biete dagegen keine nachhaltige Perspektive.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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