Monika Schnitzer lehnt Söders Forderung nach Regionalisierung der Erbschaftsteuer ab

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, lehnt die Forderung von Markus Söder nach einer Regionalisierung der Erbschaftsteuer ab.

„Wenn die Länder die Erbschaftssteuer selbst festlegen dürfen, wird es zu einem Steuerwettbewerb kommen, die Steuersätze werden fallen und die reichen Bundesländer sitzen dabei am längeren Hebel“, sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Das führt weder insgesamt zu mehr Steuereinnahmen noch zu mehr Gerechtigkeit, ganz im Gegenteil.“

Schnitzer mahnte eine Reform der Erbschaftssteuer an. „Geboten wäre ein moderater Steuersatz für alle, mit angemessenen Freibeträgen und weniger Ausnahmen als bisher“, so die Münchener Ökonomie-Professorin.

Söder hatte am Montag die Regionalisierung der Erbschaftssteuer gefordert. Jedes Bundesland sollte künftig eigene Steuersätze festlegen dürfen, „denn das Steueraufkommen fließt ohnehin in die Länderhaushalte“, sagte er der „Bild“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Luczak: Klimaanpassung im Bausektor nötig, aber bezahlbare Mieten nicht gefährden

    Der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak, fordert angesichts der aktuellen Hitzewelle mehr Klimaanpassung im Bausektor, warnt zugleich aber vor überzogenen Standards.„Wir sehen das jetzt ja gerade in diesen letzten…

    Erbschaft- und Schenkungsteuer 2025 erreicht Rekordwert von 21,4 Milliarden Euro

    Im Jahr 2025 haben die Finanzverwaltungen in Deutschland Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro festgesetzt. Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 60,8…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert