Linke fordert stärkere Impfaufklärung in Sachsen-Anhalt

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt sieht den Impfschutz im Land gefährdet und fordert eine Wende in der Impfpolitik. Wie die Fraktion mitteilte, sei ein alarmierender Rückgang bei den Impfquoten zu verzeichnen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Krankheiten wie Keuchhusten, Masern oder Hepatitis B, die als weitgehend eingedämmt galten, kehrten spürbar zurück.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Anger, betonte die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen, um die Menschen zu erreichen. Nur knapp zwei Drittel der Kleinkinder bis zum Alter von 15 Monaten hätten die empfohlene Sechsfachimpfung erhalten – bundesweit der niedrigste Wert.

Die notwendige Herdenimmunität von 95 Prozent werde in keinem Bereich erreicht. Besonders besorgniserregend sei, dass nur 61,9 Prozent der Kinder bei der Einschulung über einen vollständigen Impfstatus gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission verfügen.

Die Linke fordert daher eine koordinierte und öffentlich getragene Impfkampagne, die informiert, aufklärt und vor Ort präsent ist – in Schulen, Kitas, sozialen Medien und auf Augenhöhe mit den Menschen.

Es dürfe nicht vom Wohnort abhängen, ob ein Kind geschützt ist oder nicht. Gesundheit müsse für alle zugänglich und verlässlich sein.

Die Initiative sei keine kurzfristige Maßnahme, sondern ein langfristiger Präventionsauftrag mit dem Ziel, Gesundheit wirksam zu schützen – bevor Krankheiten überhaupt entstehen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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