Grüne fordern ostdeutsche Braunkohlefolgenstiftung

Die Landtagsfraktion der Grünen in Sachsen-Anhalt hat die Gründung einer ostdeutschen Braunkohlefolgenstiftung gefordert. Damit sollen die langfristigen Kosten des Kohleausstiegs abgesichert werden, teilte die Fraktion mit.

Als Vorbild dient die RAG-Stiftung im Ruhrgebiet.

Fraktionschefin Cornelia Lüddemann betonte, dass Renaturierung, Grundwassermanagement und Altlastensicherung dauerhafte Aufgaben seien. „Ewigkeitskosten sind keine abstrakte Zukunftsfrage, sie beginnen mit dem Ausstieg“, sagte sie. „Deshalb brauchen wir jetzt verlässliche Strukturen, bevor sich Unternehmen aus der Verantwortung ziehen.“ Die Stiftung soll aus Rückstellungen der Bergbauunternehmen und öffentlichen Mitteln finanziert werden.

Die Grünen fordern die Landesregierung auf, umgehend Gespräche mit dem Bund, den Nachbarländern und den betroffenen Unternehmen zu führen. Die Stiftung könnte nach Angaben der Fraktion nicht nur Umweltfolgen bewältigen, sondern auch Flächen für erneuerbare Energien bereitstellen und die Energiewende in der Region voranbringen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Einbruch in Fleischerei in Beetzendorf

    In der Nacht zum Dienstag ist in eine Fleischerei in Beetzendorf eingebrochen worden. Wie die Polizei mitteilte, verschafften sich unbekannte Täter zwischen 22:00 Uhr am Montagabend und 06:00 Uhr am…

    Leblose Person bei Kieswerk in Heiligenfelde entdeckt

    Am Montagnachmittag ist eine leblose Person beim Kieswerk in Heiligenfelde entdeckt worden. Das teilte die Polizei des Reviers Stendal am Dienstag mit. Die eingesetzten Beamten stellten die leblose Person vor…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert