Sachsens Wirtschaftsminister fordert „langfristige Planungssicherheit“ für Autoindustrie

Wirtschaftsminister Dirk Panter hält die Transformation zur klimaneutralen Mobilität für unverzichtbar. Sie müsse jedoch „konsequent, aber realistisch“ erfolgen, sagte er in Zwickau.

Wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, sei Sachsen bei der Umstellung auf Elektromobilität weit gekommen, dürfe sich aber nicht allein auf eine Technologie festlegen. In der Debatte um das von der EU beschlossene Verbrenner-Aus müsse Pragmatismus gelten. „Unternehmen und Beschäftigte brauchen Planbarkeit“, sagte Panter.

Besonders die Zuliefererindustrie sei vom Strukturwandel betroffen, da viele Betriebe stark von konventionellen Produkten abhingen.

Hinzu kämen eine schwache Nachfrage nach E-Fahrzeugen und internationale Wettbewerbsnachteile. Laut Panter müsse die Politik für wettbewerbsfähige Strompreise sorgen und den Ausbau von Netzen und Ladeinfrastruktur beschleunigen.

Nur so lasse sich die Elektromobilität alltagstauglich gestalten.

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft bestätige, dass Sachsen trotz guter Ausgangsposition mit starker Forschungslandschaft und etablierten Netzwerken gezielte Unterstützung benötige, um den Umbruch zu bewältigen. Panter sprach sich für zusätzliche Impulse zur Produktdiversifizierung bei Zulieferern aus.

Als Beispiel nannte er das sogenannte Social Leasing, das in Frankreich Elektrofahrzeuge durch staatlich geförderte Leasingmodelle günstiger gemacht habe. Solche Angebote könnten helfen, Vorbehalte abzubauen und die Nachfrage zu stabilisieren.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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