Start des neuen Rohstofffonds verzögert sich weiter

Eine Milliarde Euro hat der Bund bereitgestellt, doch noch immer kann die staatseigene KfW-Bank Unternehmen nicht fördern, die sich neue Quellen für kritische Rohstoffe und seltene Erden erschließen wollen.

Grund dafür ist laut eines Berichts des „Spiegel“, dass es noch kein Beratungsunternehmen gibt, das entsprechende Investitionsprojekte prüft. Ein Vergabeverfahren, mit dem ein Prüfer gefunden werden soll, läuft bereits seit einigen Monaten. Es ist aber „noch nicht abgeschlossen“, erklärt das Bundeswirtschaftsministerium.

Der Rohstofffonds war noch im Herbst unter der alten Bundesregierung auf den Weg gebracht worden. Auch das Vergabeverfahren startete sie noch, wollte die Auswahl aber der neuen Regierung überlassen. Doch auch nach mehr als einem Monat im Amt lässt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit einer Entscheidung auf sich warten.

Wie dringend sie ist, zeigt der Streit der USA mit China um die Lieferung von seltenen Erden, die etwa für die Herstellung von E-Autos benötigt werden. „Deutsche Unternehmen müssen endlich die Unterstützung haben, sich unabhängiger von China mit diesen essenziellen Rohstoffen zu versorgen“, kritisiert die Grünenvorsitzende Franziska Brantner, die unter Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den Rohstofffonds ausgehandelt hatte.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hubig fordert strengere Altersgrenzen für soziale Medien noch 2026

    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat die Debatte um Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien begrüßt und strengere Regeln noch in diesem Jahr gefordert.Der „Rheinischen Post“ sagte Hubig: „Der Staat muss…

    Zahl wehrfähiger ukrainischer Männer in Deutschland deutlich gestiegen

    Während in der Ukraine weiterhin Krieg herrscht, ist die Zahl ukrainischer Männer im Alter zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland binnen eines Jahres deutlich gestiegen.Nach Daten des Ausländerzentralregisters (AZR),…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert