Drohnen über kritischer Infrastruktur: Nationaler Sicherheitsrat übernimmt Krisenmanagement

Die auffällige Häufung von Drohnensichtungen über Flughäfen, Häfen, Rüstungsbetrieben und Militäranlagen wird offenbar zum ersten großen Fall für den neu geschaffenen Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt. Der Krisenstab soll künftig die Arbeit aller Sicherheitsbehörden bündeln und befindet sich noch im Aufbau, wegen der aktuellen Lage soll aber bereits jetzt gehandelt werden, schreibt die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf eigene Informationen.

Nachrichtendienste und Polizei können laut „Bild“ eine russische Urheberschaft derzeit „weder bestätigen noch ausschließen“. Teilweise sei nicht einmal klar, ob es sich tatsächlich um Drohnen handelte oder um Kleinflugzeuge.

Die Bundesregierung arbeitet an einem einheitlichen Lagebild: Der Bundesnachrichtendienst sammelt Erkenntnisse aus Nachbarstaaten, das Bundesinnenministerium koordiniert sich mit Bundespolizei und Ländern, die Bundeswehr steuert eigene Informationen bei. Aus Regierungskreisen hieß es laut „Bild“, die Vielzahl der Meldungen unterstreiche die Notwendigkeit des Sicherheitsrats, der in den kommenden Wochen seine Arbeit aufnehmen soll.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    BKA-Lagebild: Viele Sabotage- und Spionagefälle in Deutschland

    In Deutschland gab es in diesem Jahr offenbar schon deutlich mehr Sabotage- und Spionagefälle als bisher öffentlich bekannt. So registrierten die Behörden bis Ende August mehr als 165 Sabotageverdachtsfälle, wie…

    Bundesrechnungshof kritisiert Finanzminister Klingbeil: Bund steuert laut Bericht in die Schuldenfalle

    Unmittelbar vor dem Start der Etatberatungen im Bundestag wirft der Bundesrechnungshof Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) falsche Weichenstellungen in der Haushaltspolitik vor. Eine durchgreifende Konsolidierung der Bundesfinanzen finde nicht statt, heißt…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert