EU-Schutzstatus in der Diskussion: CSU-Minister Rainer fordert Neubewertung von Biber, Fischotter und weiteren Arten

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) stellt den Schutzstatus von einst gefährdeten Arten in Frage und fordert innerhalb der EU eine Neudefinition. „Wir müssen beim Biber ebenso wie bei der Saatkrähe, beim Fischotter oder dem Kormoran offen über den hohen Schutzstatus reden. Die Bestände haben vielerorts längst ein Maß erreicht, wo man sich fragen muss, ob der aktuelle Schutzstatus gerechtfertigt ist“, sagte Rainer den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Samstagausgaben).

„Beim Wolf wurde auf europäischer Ebene gehandelt – diese Diskussion brauchen wir auch für andere Arten, die inzwischen massive wirtschaftliche Schäden verursachen. Es geht nicht um das Gegeneinander von Mensch und Natur, sondern um ein faires Miteinander, das die Arbeit und Wertschöpfung unserer Landwirte und Fischer sichert“, so der Minister weiter.

Rainer hält den derzeitigen Umgang mit diesen Arten für nicht mehr zeitgemäß. „In den letzten Jahrzehnten sind die Bestände vieler geschützter Arten stark gewachsen – unser Umgang damit aber nicht. Wir brauchen endlich ein modernes Gleichgewicht zwischen Artenschutz und einer wirtschaftlich tragfähigen Landwirtschaft und Fischerei.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    DWD warnt vor schweren Gewittern in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern

    Der Deutsche Wetterdienst warnt vor örtlich schweren Gewittern im Süden und Norden Deutschlands. Betroffen seien Teile der Bundesländer Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern, teilte der DWD am Freitagabend mit.Als Folge könne…

    Ceuta-Krise: GdP warnt vor Einreiseversuchen nach Deutschland

    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt nach den Vorfällen von Ceuta vor einem möglichen Zuwachs illegaler Einreiseversuche nach Deutschland. „Die Situation zeigt auch, dass die unerlaubte Migration in keiner Weise…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert