Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat im Landtag die aktuelle Situation in der Chip- und Autoindustrie thematisiert und die Abhängigkeit Europas von internationalen Lieferketten kritisiert. Er forderte entschlossenes Handeln, um Arbeitsplätze in Europa, Deutschland und Sachsen zu sichern und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.
Panter sagte, dass Sachsen mit dem fünftgrößten Mikroelektronik-Cluster weltweit eine Schlüsselrolle bei der Schadensbegrenzung spielen könne.
Allerdings könne auch die sächsische Halbleiterindustrie die ausgebliebenen Lieferungen nicht kurzfristig ersetzen. Der Minister kritisierte zudem ‚kleinteilige Neiddebatten‘ mit süddeutschen Bundesländern bei Förderprojekten und forderte mehr Geschwindigkeit bei der Umsetzung alternativer Pläne für Europa.
Die aktuelle Chipkrise wurde durch einen Exportstopp Chinas für Produkte des Unternehmens Nexperia ausgelöst, der die Produktion bei Autobauern wie VW erheblich beeinträchtigt hat.
In jedem derzeit produzierten Auto stecken bis zu 500 Bauelemente von Nexperia, wobei die betroffenen sächsischen Unternehmen keinen Einfluss auf diesen Konflikt haben.
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