Katarina Barley kritisiert Doppelsitz des EU-Parlaments in Brüssel und Straßburg

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, hat den Doppelsitz der Institution in Brüssel und Straßburg kritisiert. Die Abgeordneten hätten „keine Freude dran“, sagte die SPD-Politikerin dem Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der „Funke-Mediengruppe“ (Donnerstag).

Die meisten hätten eine Wohnung in Brüssel, und nach Straßburg könnten sie nur einen Mitarbeiter mitnehmen. Von den Parlamentariern pendele niemand mit besonderer Freude – „außer vielleicht den französischen Abgeordneten und denen, die ganz nah da dran in Baden-Württemberg wohnen“, sagte die SPD-Politikerin.

Abhilfe hält Barley allerdings für unwahrscheinlich. „Das wird wahrscheinlich noch sehr lange so weitergehen, weil es in den Verträgen verankert ist“, sagte die Vizepräsidentin. Eine Änderung der europäischen Verträge gehöre zu den Entscheidungen, die nur einstimmig gefällt werden könnten. „Und Frankreich wird dem nicht zustimmen, ganz einfach.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    XXXLutz-Übernahme von Porta: Deutschlandchef Alois Kobler rechnet mit EU-Phase-II-Prüfung und Abschluss erst 2027

    Der Möbelkonzern XXXLutz rechnet bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Porta mit einer vertieften Prüfung durch die EU-Kommission. „Ja, wir gehen davon aus, dass es in Phase II gehen wird“,…

    SPD-Politiker Stegner verteidigt Gerhard Schröders Besuch bei Wladimir Putin: `Schröder kann Türen zu Putin öffnen`

    Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner weist Kritik an dem Besuch von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Geburtstagsfeier von Russlands Präsident Wladimir Putin zurück. „Der Privatmann Gerhard Schröder macht viele Dinge,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert