Linke fordert Bau-Turbo für sozialen Wohnungsbau in Sachsen-Anhalt

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt kritisiert den aktuellen Wohn- und Mietmarktbericht als zu unkonkret. Der wohnungspolitische Sprecher Guido Henke sagte am Mittwoch, der Bericht zeige zwar die politischen Herausforderungen, bleibe aber zu allgemein, um die gravierenden Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen Bestands- und Neumieten abzubilden.

In den Großstädten Halle und Magdeburg seien die Mieten seit 2014 massiv gestiegen – in Halle um 32 Prozent, in Magdeburg um durchschnittlich 26 Prozent.

Diese Entwicklung liege deutlich über der durchschnittlichen Lohnentwicklung. Zudem kritisiert die Linke, dass Wohnungsunternehmen aufgrund fehlender Fördermittel Wohnraum abreißen müssten, statt ihn barrierearm umzubauen.

Die Fraktion fordert als Konsequenz eine Landeswohnungsbaugesellschaft nach niedersächsischem Vorbild, einen Mietenstopp und bessere Maßnahmen gegen Mietwucher.

Bauministerin Lydia Hüskens setze fälschlicherweise auf die Selbstregulierung des Marktes, was zu weiter steigenden Preisen führen werde, so die Linke.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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