Polizei warnt vor Personalmangel an Silvester – GdP fordert Böllerverbote und schärfere Kontrollen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor zu wenig Polizisten an Silvester.

Der Vorsitzende der GdP, Jochen Kopelke, sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstag): „Die Polizeibehörden planen schon jetzt die Einsatzlagen und Einsatzkräfte vor und sie verzweifeln, weil es nicht genug Kräfte gibt.“

Kopelke forderte daher die Ausweitung von Böllerverboten und Schutzzonen. „Mehrfach-Straftäter der letzten Jahre müssen Meldeauflagen oder Platzverweise bekommen.“ Auch müssten „Kioske und Shisha-Bars konsequent vor Silvester kontrolliert werden, damit der illegale Verkauf von Schreckschusswaffen unterbunden wird“, so der Gewerkschafter. „Nachts müssen Richterinnen und Richter nicht zu Hause, sondern in den Arrest- und Gewahrsamsbereichen arbeiten.“

Die Behörden würden bereits besondere Vorsorge treffen, weil in den letzten Jahren das Ausmaß an Sprengkörpern und die Masse an gefährlichen Gegenständen deutlich zugenommen habe. Der GDP-Chef sagte weiter: „Schreckschusswaffen, Gruppengewalt, geplante Hinterhalte – sowas erwartet uns. Und es frustriert an Silvester, nachts alleine in der Blaulichtwelt zu stehen.“ Die in der kommenden Woche tagende Innenministerkonferenz müsse daher konkrete Signale für einen besseren Schutz der Polizeibeamten an Silvester senden, so der GdP-Chef.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    BDI-Hauptgeschäftsführerin Gönner fordert von der Bundesregierung, die Abkehr vom Verbrenner-Aus in Brüssel durchzusetzen

    Der BDI verlangt Klarheit über die Rücknahme des sogenannten Verbrennerverbotes. „Es gibt seit Langem eine Vereinbarung, das de facto Verkaufsverbot neuer Diesel und Benziner in der EU ab 2035 aufzuheben,…

    Bundesratspräsident Bovenschulte: AfD steht nicht für Recht und Freiheit – Verfassungspatriot statt Nationalstolz

    Bundesratspräsident und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) spricht der AfD den Anspruch ab, für Patriotismus und Nationalstolz zu stehen. „Das lasse ich überhaupt nicht gelten, dass von da aus Nationalstolz…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert