Sachsen-Anhalt stoppt Kontrollen in roten Düngegebieten

Das Land Sachsen-Anhalt hat die behördliche Überwachung der verschärften Düngeregeln in nitratbelasteten ‚roten Gebieten‘ ausgesetzt. Das teilte Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) am Freitag in Magdeburg mit.

Damit werden die besonderen Auflagen in diesen Gebieten vorerst nicht mehr kontrolliert, bereits festgestellte Verstöße führen nicht zu Kürzungen von EU-Beihilfen.

Als Grund nannte Schulze ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Oktober, das die bundesrechtliche Grundlage für die Ausweisung der Gebiete als fehlerhaft beurteilt habe. ‚Wo die Rechtsbasis fehlt, können verschärfte Auflagen auch nicht rechtssicher kontrolliert werden‘, erklärte der Minister. Die allgemeinen Vorgaben der Düngeverordnung sowie die bundeseinheitlichen Sperrfristen, die bis zum 31. Januar gelten, bleiben davon unberührt.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft habe bislang nicht mitgeteilt, wie es auf das Urteil reagieren werde.

Schulze forderte eine rasche Nachbesserung auf Bundesebene, um Rechtssicherheit für Behörden und Landwirte wiederherzustellen. Negative Auswirkungen auf den Gewässerschutz sehe man nicht, da die bundesweit geltenden Düngeverbote weiterhin eingehalten werden müssten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Polizei meldet störungsfreie Versammlungen in Magdeburg

    Die Versammlungen in Magdeburg sind am Samstag störungsfrei verlaufen. Wie die Polizeiinspektion Magdeburg am Samstagabend mitteilte, blieb auch die größte angemeldete Versammlung auf dem Domplatz mit rund 8.000 Teilnehmern ohne…

    Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Tausende demonstrieren gegen Rechtsruck vor erwartetem AfD-Sieg

    Am Vorabend der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der ein Erdrutschsieg der AfD erwartet wird, sind in mehreren Städten Menschen auf die Straße gegangen, um gegen einen Rechtsruck zu demonstrieren.In Halle…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert