Die Menschen in Sachsen-Anhalt sind mit ihrem persönlichen Leben überwiegend zufrieden, blicken aber mit großer Sorge auf die politische und gesellschaftliche Zukunft des Landes. Das geht aus dem heute veröffentlichten Sachsen-Anhalt-Monitor 2025 hervor, wie die Staatskanzlei mitteilte.
Demnach sind 90 Prozent der Befragten mit dem Leben im Land zufrieden, aber nur rund 17 Prozent schätzen die Zukunft Sachsen-Anhalts positiv ein.
Die Studie offenbart ein tiefes Misstrauen gegenüber der politischen Entwicklung auf Bundesebene. Während Institutionen wie Polizei, Wissenschaft und die Landesregierung vergleichsweise hohes Vertrauen genießen, stoßen die Bundesregierung und politische Parteien auf geringe Zustimmung.
Zugleich fühlen sich 44 Prozent der Bürger von globalen Entwicklungen überfordert, und 83 Prozent befürchten, künftig nicht mehr in Frieden leben zu können.
Trotz der Verunsicherung zeigt die Untersuchung auch positive Tendenzen. Die Verbundenheit mit dem Land ist langfristig gestiegen, und 70 Prozent der Bevölkerung unterstützen eine sozial-ökologische Transformation.
Allerdings sind gruppenbezogene Vorurteile weit verbreitet, und die demokratische Orientierung bleibt bei mehr als der Hälfte der Befragten fragil. Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.101 Bürgern zwischen Mai und Juli dieses Jahres.
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