Ukrainischer Botschafter wirft deutschen Unternehmen „Beihilfe zum Mord“ vor

Der ukrainische Botschafter Oleksij Makejew wirft deutschen Unternehmen, die Geschäfte mit Russland machen, „Beihilfe zum Mord“ vor. Die Strategie Russlands sei seit Jahrzehnten die Vernichtung der Ukraine, sagte Makejew der „Neue Deister Zeitung“ im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Gespräche mit Moskau seien gut und Kiew sei dazu bereit. „Aber Handeln ist besser“, so der Botschafter. Das fange allerdings in der Wirtschaft an.

Er beklagte, dass einige deutsche Unternehmen nach wie vor in Russland aktiv seien und dort Steuern zahlten. „Mit dem Geld werden neue Raketen auf unsere Köpfe geworfen. Wer Geschäfte mit Russland macht, wer Gas kauft, der leistet Beihilfe zum Mord“, so Makejew.

Mit Blick auf den Nato-Gipfel in der nächsten Woche in Den Haag drängte der Botschafter in Deutschland auf ein politisches Signal zur Aufnahme der Ukraine nach Kriegsende. Makejew Begründung: „Schließlich leisten wir momentan auch die Hauptaufgabe der Nato, indem wir ihren Hauptgegner in Schach halten.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Stubb: Russland lässt sich von Wirtschaftsproblemen nicht stoppen – Dialog mit Kreml nötig

    Finnlands Präsident Alexander Stubb hat Zweifel daran geäußert, dass die ukrainischen Angriffe auf die russische Öl- und Wirtschaftsinfrastruktur den russischen Diktator zum Einlenken bewegen könnten. „Ich glaube nicht, dass Russland…

    Bahn-Offensive: 210 Millionen Euro für XXL-Waschprogramm und mehr Sicherheit bis 2030

    Die Deutsche Bahn (DB) verlängert ihr Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus und für mehr Sicherheit: Bis zum Jahr 2030 investiert der Konzern 210 Millionen Euro in sauberere Stationen und sicherere…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert