Die sächsische Staatsregierung hat die Finanzierung des Deutschlandtickets für das kommende Jahr gesichert. Wie das Infrastrukturministerium am Dienstag mitteilte, stehen dafür gut 40 Millionen Euro bereit, um den Aufgabenträgern im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die durch das Ticket verursachten Einnahmeausfälle pauschal auszugleichen.
Bundesweit stellen Länder und Bund jährlich drei Milliarden Euro für das Ticket zur Verfügung.
In Sachsen nutzen derzeit etwa 575.000 Menschen das Deutschlandticket, zuzüglich knapp 250.000 Schüler mit dem Bildungsticket. Damit profitiert etwa jeder fünfte Bürger im Freistaat von einem geförderten ÖPNV-Ticket.
Infrastrukturministerin Regina Kraushaar betonte, die neue Regelung schaffe finanzielle Klarheit und Planungssicherheit für die Verkehrsträger.
Ab 2026 wird das Ausgleichsverfahren bundesweit auf eine Pauschalierung umgestellt. Im bisherigen System wurden Mehreinnahmen der Unternehmen gegengerechnet, künftig verbleiben sie bei den Betrieben.
Der Preis für das Deutschlandticket steigt zum 1. Januar auf 63 Euro monatlich. Das vergünstigte Deutschlandjobticket, das in Sachsen bereits von über 83.000 Beschäftigten genutzt wird, soll maximal 44,10 Euro kosten.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

