Bundesrat verzichtet auf Stellungnahme zu Gasförderung vor Borkum – Grünenchef Banaszak hält Wattenmeer-Schutz für erreichbar

Grünenchef Felix Banaszak sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum keine Stellungnahme zum Gesetz über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden abzugeben, bestätigt.

„Ich halte es weiterhin für notwendig, dass dieses Gas-Abkommen nicht zustande kommt“, sagte Banaszak dem „Weser-Kurier“ (Samstagausgabe). „Wir wollen mit dem Wattenmeer ein wertvolles Stück Heimat schützen. Auch unsere Kinder und Enkel sollen künftig in Gummistiefeln durchs Watt waten und sich über diesen einzigartigen Naturraum in der Nordsee freuen können“, so der Parteichef der Grünen.

Der gemeinsame Einsatz der Zivilgesellschaft zeige Erfolg, so Banaszak weiter. Schon in der vorigen Bundesregierung habe seine Partei schwerwiegende Bedenken gegen eine Gasförderung vor Borkum erhoben, auch jetzt seien von allen grün-mitregierten Landesregierungen Einwände formuliert worden.

„Damit ist klar: Das einzigartige Weltnaturerbe Wattenmeer bei Borkum kann noch gerettet werden“, so Banaszak. „Dieses Projekt gefährdet in Wirklichkeit ein fragiles Ökosystem und ist das Einfallstor, um Klimaschutz abzuwickeln. Dieses fossile Megaprojekt aus dem letzten Jahrhundert würde die Nutzung von fossilem Gas für Jahrzehnte zementieren – statt den Ausbau der Erneuerbaren weiter voranzutreiben.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Cem Özdemir will sich als Ministerpräsident von Berlin „abheben“

    Der neue baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat zum Start seiner grün-schwarzen Koalition erklärt, sich von Berlin „abheben“ zu wollen. Man wolle „die Dinge intern lösen und dann, wenn wir…

    Maduros Sohn macht sich Sorgen über Ernährung seines Vaters

    Nicolás Maduro Guerra, der Sohn des in den USA inhaftierten venezolanischen Ex-Machthabers Nicolás Maduro, sorgt sich um die Gesundheit seines Vaters. Sein Vater habe sich „immer sehr gesund ernährt“, sagte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert