Bundestagsvizepräsident Nouripour sieht existentielle Krise des iranischen Regimes

Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran mit mehreren Toten sieht Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) das dortige Regime in einer existenziellen Krise.

Der „Bild“ sagte er: „Das Regime steht am Rande einer Explosion. Die Währung kollabiert, die Mittelschicht verelendet. Korruption und Misswirtschaft grassieren. Das Volk steht auf, um frei atmen zu können.“ Die einzige Antwort des Regimes sei Gewalt. Nouripour, der selbst aus dem Iran stammt, sagte weiter: „Es ist derzeit alles möglich: von einer Demokratisierung bis zu einem Militärputsch der Revolutionsgarden.“

Nouripour forderte zugleich von der EU und der Bundesregierung, härter gegen die Revolutionsgarden vorzugehen: „Diese müssen endlich auf die Terrorliste der EU. Die CDU hat es in der Opposition immer gefordert und so getan, als sei es leicht. Dann sollen sie es endlich machen.“

US-Präsident Donald Trump drohte am Freitag mit einem Eingreifen der USA. „Wenn der Iran auf friedliche Demonstranten schießt und sie gewaltsam tötet, wie er es üblicherweise tut, werden die Vereinigten Staaten ihnen helfen“, so Trump. Teheran wies die Aussagen aus Washington zurück und teilte mit, dass man keine ausländische Einflussnahme dulden werde.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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