Linken-Politiker Thoden lehnt Nato-Mission in Grönland ab und fordert OSZE-Schlichtung

Der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Ulrich Thoden, kritisiert den Vorschlag einer gemeinsamen Nato-Mission in Grönland.

„Zunächst mal finde ich wichtig, dass man jetzt nicht militärisch reagiert“, sagte Thoden am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Die Idee des dänischen Verteidigungsministers Troels Lund Poulsen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte halte er für falsch: „Weil ich nicht glaube, dass man militärische Eskalation mit militärischer Eskalation beantworten sollte.“ Dann komme man aus einer Spirale womöglich nicht mehr raus, so der Linken-Politiker.

Es bediene zudem Trumps Narrativ, dass Grönland nicht vor Russland und China geschützt sei. „Das ist einfach nicht wahr“, sagte Thoden. „Es gibt ja entsprechende Verteidigungspläne der Nato für die Arktis. Das weiß auch Trump sehr genau. Und wenn wir jetzt Soldaten entsenden, dann geben wir ihm letztlich recht mit dem Narrativ, andernfalls sei Grönland nicht geschützt.“

Stattdessen könne man die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) einschalten, so Thoden. „Es gibt einen Vergleichs- und Schiedsgerichtshof der OSZE.“ Dieser sei seinerzeit „genau für solche Konflikte geschaffen“ worden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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